Geschichte

Wie mein Hund Nelson – Futtermittelallergiker – zum Veganer wurde

Schäferhundmischling Nelson wird bald 15 Jahre alt und lebt seit 7 Jahren vegan. Er stammt aus dem Tierschutz und wurde mit 2 Jahren adoptiert. Nelson litt jahrelang an einer Futtermittelunverträglichkeit. Die Tierärzte waren ratlos. Es wurde alles ausprobiert, was der Markt zu bieten hatte: Hypoallergenes Trocken- und Nassfutter von Tierärzten; Pferdefleisch, Kängurufleisch, Straußenfleisch – die gesamte Bandbreite der exotischen Fleischsorten, die Tierärzte bei Futtermittelunverträglichkeiten empfehlen; mit Kartoffeln, ohne Kartoffeln bis hin zur Rohfleischfütterung, dem sogenannten BARFEN. Nichts brachte den gewünschten Erfolg. Das Hautjucken und die Magen-Darmprobleme wurden nicht besser. Irgendwann riet Nelsons Tierärztin dazu, auf jegliches tierisches Eiweiß verzichten. Vegan für den Hund? Ich dachte dies sei ein Scherz. „Wie soll das funktionieren?“, „Ist das überhaupt artgerecht?“, waren nur einige von vielen Fragen.

Da die Verzweiflung groß war, wollte ich nichts unversucht lassen und ließ mir von einer Tierärztin bedarfsdeckende Rezepte zum Selbstkochen erstellen. Nach 4 Wochen war Nelson beschwerdefrei und er ist es bis heute. Allerdings war das Kochen sehr zeitaufwendig. 

Das Problem dabei: Viele vegane Fertigfutter wurden zwar Alleinfutter genannt, es fehlte ihnen aber an essentiellen Zusätzen, wie beispielsweise Taurin, Carnithin und Vitamin B12, die bei einem Alleinfutter definitiv enthalten sein müssen. Ich entschied diese Lücke zu füllen und machte mich auf die Suche nach einer Fachtierärztin für Tierernährung, um mit ihr das erste vegane, getreidefreie und 100 % bedarfsdeckende Alleinfutter zu entwickeln.

So entstand VEGDOG.

Entwicklung VEGDOG Rezepturen

Die Rezeptentwicklung dauerte über ein Jahr. Immer wieder wurden Probechargen produziert und im Labor auf ihren Nährstoffgehalt geprüft, bis das Ziel erreicht war. Der Anspruch an ein Futter für den eigenen Hund ist eben enorm hoch – es macht einen großen Unterscheid, ob man ein Futter für seinen eigenen Hund entwickelt oder ob wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.

Anfang 2016 war es dann soweit. Die ersten Dosen gingen auf den Markt. Inzwischen wird VEGDOG europaweit vertrieben (Händler) und freut sich über den ständig wachsenden Zulauf. Hinter VEGDOG stecken neben mir mittlerweile auch die auf Tierernährung spezialisierte Tierärztin Lisa Walther, die gemeinsam mit einer renommierten Fachtierärztin für Diätetik die Rezepte entwickelte und Valerie Henssen, Studentin der Tiermedizin (unser Team).

Bei VEGDOG steht die Verwendung hochwertiger regionaler Zutaten und die schonende Verarbeitung unter Einhaltung der höchsten deutschen Qualitätsstandards in einer deutschen Produktion an erster Stelle. Um eine 100%ige Bedarfsdeckung zu gewährleisten, ergänzen wir ein Mineralpulver sowie eine ganz spezielle Alge zur Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

Kann eine rein pflanzliche Ernährung bei Futtermittelallergien die Lösung sein?

Eine Futtermittelallergie beim Hund ist ein sehr leidiges Thema: der Hund hat Schmerzen und die Lösung findet sich nicht in einer einfachen Medikamentengabe wieder. Häufig wird nach erster Feststellung einer Futtermittelallergie oder -intoleranz auf Medikamente zurückgegriffen. Diese linden zwar im ersten Schritt die Symptome, allerdings beheben sie nicht das ursprüngliche Problem. Die Suche nach einer geeigneten Lösung kann manchmal Jahre dauern. So auch bei Nelson (seine Geschichte findet ihr hier).

Immer mehr Hunde leiden an derselben Krankheit wie Nelson: Futtermittelallergie.

Vielen Hundebesitzern ist dabei, wie auch Tessa zu Beginn von Nelsons Krankheit, nicht bewusst, dass tierische Proteine zu den Hauptallergenen der Hunde gehören.

In einer Studie des Labors für klinische Diagnostik ‚LABOKLIN‘ wurden ca. 1500 Hunde auf Futtermittelallergien getestet. Von den getesteten Hunden zeigten 43% ein positives Ergebnis, d.h. sie reagierten mit einer bestimmten Symptomatik auf das vorgelegte Futter. Bei 60% der Hunde zeigte sich das positive Ergebnis durch dermatologische Symptome (Hautjucken, Ohrenentzündungen etc.), bei 20% durch gastrointestinale Symptome (Durchfall, Erbrechen etc.), bei 15% durch eine Kombination aus beidem (dermatologische und gastrointestinale Symptomatik) und bei 5% durch sonstige Symptome.

Die Hauptallergene des Hundes

Im Zuge dieses Testes wurden verschiedene Allergene getestet, die als die klinisch bedeutendsten in Europa gelten. Folgende Allergene haben bei den als positiv getesteten Hunden die meisten Reaktionen ausgelöst und können damit als Hauptallergene bei Hunden angesehen werden:

  • Weizen (58% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Rindfleisch (53% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Soja (41% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Reis (31% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Kuhmilch (27% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Mais (27% der Hunde hatten eine positive Reaktion)
  • Lamm (24% der Hunde hatten eine positive Reaktion)

Wie kann VEGDOG helfen?

Wir verzichten mit VEGDOG auf alle dieser Hauptallergene und bieten damit eine gesunde Alternative für starke Futtermittelallergiker wie Nelson.

Darüberhinaus kann mit unseren Produkten auch eine Ausschlussdiät durchgeführt werden, um mit einer so hypoallergenen Ration wie VEGDOG herauszufinden, worauf der Hund allergisch reagiert.

Wir raten dazu, im ersten Schritt die Rationen für den Hund selber zu kochen und unser Mineralpulver ALL-IN VELUXE zur kompletten Bedarfsdeckung der Ration hinzuzufügen. Wenn der Hund bei dieser Fütterung eine Besserung zeigt, kann im nächsten Schritt zu unserem bedarfsdeckenden Nass- und Trockenfutter übergegangen werden.

VEGDOG ist bedarfsdeckend und 100% pflanzlich sowie glutenfrei. In den Sorten ADULT No1 und SENIOR No1 sind u.a. Kartoffeln enthalten, auf die einige wenige Hunde ebenfalls reagieren (sehr selten, aber dennoch manchmal). Für diese empfehlen wir unsere Sorte SENSIBELCHEN No1 oder unser Trockenfutter VEGGIE CRUNCH.

Allergen Futtermittelmilbe

Einige Vierbeiner reagieren im Gegensatz dazu oder zusätzlich auf sogenannte Futtermilben. Das sind kleine Spinnentierchen, deren Vorkommen im Trockenfutter sich nicht immer vermeiden lässt. Entgegen häufiger Annahmen ist das Einfrieren des Futters keine geeignete Methode, um die Allergie zu behandeln. Die Milben sind dann zwar tot- aber dennoch im Futter enthalten. Sie werden somit trotzdem als Allergieauslöser vom Hundekörper erkannt.

Hier empfehlen wir die ausschließliche Fütterung von Nassfutter und/oder selbstgekochten Rationen.